Blatt · Strömung

Strömung — Flüssigkeit zum Anfassen

Wasser lässt sich nicht zusammendrücken. Aus dieser einen Forderung folgt fast alles: Jede Bewegung muss sich sofort im ganzen Feld ausgleichen, und dieser Ausgleich erzeugt die Wirbel. Hier läuft eine Flüssigkeit in Echtzeit — mit der Maus hineinfahren und rühren. Und weil ein hübsches Bild noch kein Beweis ist, misst dieses Blatt zwei Dinge nach, die man unabhängig kennt: wie schnell ein Wirbel zerfallen muss, und wie oft eine Wirbelstraße hinter einem Hindernis schwingt.

Bild
Zähigkeit
Gitter
Das Becken

Live gemessen
Bilder je Sekunde
Quellstärke
nach dem Ausgleich
Bewegung
mittlere Energie
Zeit

Was die Kurve zeigt

Beweis statt Behauptung

Eine Strömungsrechnung sieht immer beeindruckend aus — auch die falsche. Geprüft wird deshalb gegen Dinge, die außerhalb dieses Blattes feststehen: dass ein Taylor-Green-Wirbel mit exp(−2νk²t) zerfällt, dass eine Wirbelstraße mit einer Strouhal-Zahl um 0,2 schwingt, und dass nach dem Druckausgleich nichts mehr quillt. Der Prüflauf dauert etwas — er rechnet mehrere Strömungen von vorn.

noch nicht geprüft

Warum es einen Druck braucht

Die Bewegung allein erzeugt Stellen, an denen Flüssigkeit entstehen oder verschwinden müsste — was nicht geht. Der Druck ist genau das Feld, das diese Quellen wegräumt: Er wird so bestimmt, dass sein Gefälle die Bewegung gerade quellenfrei macht. Das ist kein Zusatz, sondern der Kern jedes Schritts — und der teuerste Teil der Rechnung.

Warum das Gitter versetzt ist

Liegen Druck und Geschwindigkeit auf denselben Punkten, sehen sie einander nur über den übernächsten Nachbarn — und ein Schachbrettmuster im Druck bleibt unsichtbar. Auf einem versetzten Gitter sitzen die Geschwindigkeiten auf den Zellwänden und der Druck in der Mitte; damit passen Differenz und Gefälle zusammen. Der Unterschied ist messbar: Faktor tausend in der verbliebenen Quellstärke.

Was die Zahl 0,2 bedeutet

Hinter einem angeströmten Zylinder lösen sich Wirbel abwechselnd ab, nicht gleichzeitig. Die Ablösefrequenz f, der Durchmesser D und die Anströmung U bilden eine Zahl ohne Einheit: St = f·D/U ≈ 0,2 — über einen weiten Bereich fast konstant. Deshalb summen Freileitungen im Wind, und deshalb bekommen Schornsteine Wendel.

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